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Neuerscheinung: ÖJH - BAND 86 (2017)

Band 86 der renommierten Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien ist ab 19. Juli 2018 erhältlich!

 

ÖJH - BAND 86 (2017)

Hrsg.: Österreichisches Archäologisches Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

456 Seiten mit zahlr. Farb- und S/W-Abbildungen inkl. Einhefter | 21 x 29,7 cm | Hardcover | EUR 174,90 | ISBN: 978-3-903207-08-0 ISSN: 0078-3579 | ET: 19.06.2018

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Tiere und Pfanzen sind die Lebensgrundlage menschlicher Kultur und Gesellschaft, ihre Überreste gehören zu den Zeugen der Vergangenheit: Das neueingerichtete Department für Bioarchäologie am ÖAI und seine Forschungsaufgaben werden im ersten Beitrag der ÖJh 86 vorgestellt. Die norisch-pannonische Tracht mit Fokus auf den Kleinfunden aus Metall aus dem Gebiet von Flavia Solva-Wagna (Steiermark) ist Gegenstand eines Artikels, der Fibel- und Gürtelbestand- teile als eigene Quellengattung erörtert.

Tierknochen aus den Grabungen im lykischen Limyra und Xanthos legen die Autoren als Befunde zur Tierhaltung in archaisch-klassischer Zeit vor. Aktuelle Grabungsergebnisse präsentiert auch der Bericht über die österreichisch-griechischen Synergesia im griechischen Phe- neos. Aus Grabungen im Heiligtum der Artemis und in den Wohnhäu- sern im arkadischen Lousoi stammen 173 Fundmünzen des 4. vor- bis 4. nachchristlichen Jahrhunderts, die in einem Katalog erstmals wissenschaftlich bearbeitet werden. Überlegungen zu dem Darstellungs- inhalt zweier griechischer Werke des 6. Jahrhunderts v. Chr., einer ost- griechischen ›Situla‹ aus Memphis und des nordionischen Holzpinax aus der Nordnekropole von Saqqara, ergeben neue Aspekte für den Bedeutungszuwachs des Apis- und Apismutterkultes in der Saitenzeit.

Auf eine sprunghaft zunehmende Bedeutung der kleinasiatischen Marmorsteinbrüche ab dem beginnenden 2. Jahrhundert deuten 35 Marmorinschriften hellenistischer und römischer Zeit aus dem Heiligtum des Apollon Hylates auf Zypern hin, deren Material mittels pet- rogra scher und geochemischer Analysen der Herkunftsbestimmung unterzogen wurde. Marmor steht auch im Blickpunkt der konservie- rungswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Sarkophaggarten in Ephesos, wobei der Amazonenschlachtensarkophag eingehend behandelt wird.

Der nur fragmentarisch bekannte monumentale Grabbau des ephesischen Sophisten Titus Flavius Damianus und seiner Familie wird de- tailliert besprochen und samt einem Stammbaum der weitverzweigten Familie der Vedii und der Flavii Vedii präsentiert.

Den Abschluss des aktuellen Bandes bildet eine ebenfalls ausführliche Abhandlung zu Kaiser Traians Aufenthalt in Ephesos samt der damit in Verbindung zu bringenden architektonischen Hinterlassenschaften.

ÖJh – Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien

Seit ihrem ersten Band 1898 haben sich die jährlich erscheinenden „Jahreshefte des
Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien“ (ÖJh) zu einer Fachzeitschrift hoher
nationaler wie internationaler Reputation entwickelt. Aktuellen Forschungsmethoden Rechnung tragend, enthalten die ÖJh heute ein breites Themenspektrum der Klassischen Archäologie und Altertumswissenschaften, wobei interdisziplinäre Untersuchungen zunehmend in den Mittelpunkt rücken. Mit Ausnahme von Grabungs- und Surveyberichten unterliegen alle eingereichten Beiträge, die in Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch abgefasst sein können, einem anonymisierten internationalen Peer-Review-Verfahren. Zentrales Anliegen der ÖJh ist es, den wissenschaftlichen Anspruch mit bestmöglicher Qualität in Redaktion und Herstellung zu unterstützen.


Hrsg.: Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW | ISSN: 0078-3579


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Herbst 2018